Mais
HYDROOT - Nutzung von Wurzelmerkmalen für eine klimaresiliente Landwirtschaft: Adaptive Strategien zur Toleranz gegenüber Wasserstress
NN, Chris-Carolin Schön
Laufzeit: 1.01.2026 - 31.12.2030
Projektpartner:
Nadia Kamal, TUM Computational Plant Biology
Mutez Ahmed, TUM Root-Soil Interaction
Peng Yu, TUM Pflanzengenetik
Förderung: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen des Bayerischen Klimaforschungsnetzwerks bayklif2
Projektbeschreibung:
Im Zuge des Klimawandels werden für Bayern vermehrt schwankende Temperatur- und Niederschlagsverteilungen vorhergesagt. Die zunehmend instabilen Wetterereignisse gefährden die globale Ernährungssicherheit, indem sie Dürreperioden und Starkregenereignisse verstärken, die sich negativ auf Ernteerträge, Bodenstabilität und Nährstoffverfügbarkeit auswirken. Genomforschung, kombiniert mit quantitativer Genetik, bietet nachhaltige und innovative Ansätze, um die Resilienz unserer Nutzpflanzen gegenüber Trockenheit und Wasserüberschuss zu verbessern. Nur wenig ist über die genetischen Mechanismen, die der Wurzelmasse und -architektur zugrunde liegen, bekannt. Darüber hinaus spielen auch das Bodenmikrobiom und seine Interaktion mit der Pflanze eine zentrale Rolle bei der Wasseraufnahme und für den Nährstoffkreislauf. Nützliche mikrobielle Gemeinschaften in der Rhizosphäre unterstützen die Wurzelfunktion, fördern die Trockenheitstoleranz und modulieren die pflanzliche Reaktion auf Umweltveränderungen. Ziel dieses Projekts ist es die wichtigsten genetischen und mikrobiellen Determinanten der Anpassung an Wasserstress zu identifizieren. In einem interdisziplinären Ansatz werden Pflanzengenetik, Mikrobiomforschung und computergestützte Biologie zur Entwicklung prädiktiver Modelle für Pflanze-Wasser-Mikrobiom-Interaktionen genutzt, um unsere Kulturpflanzen nachhaltig an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen.

